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FC Aarberg
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2. Liga

Unnötige Niederlage gegen Develier

Der FC Aarberg geht gegen den FC Develier gleichermassen überraschend wie unnötig als Verlierer vom Platz. Vorne vergaben die Seeländer selbst beste Chancen teilweise fahrlässig und hinten machten sie den einen Fehler zuviel.

Aebischer Marco

Der FC Develier, der mit 5 Verteidigern sehr defensiv auftrat, machte aus seinen beschränkten Mitteln das beste und kämpfte bis zum Umfallen. Meist schlugen sie den Ball sofort weit nach vorne und überliessen die Spielgestaltung komplett dem Gastgeber. Gleichzeitig lauerten sie auf Konter und bliesen dann überfallartig zum Angriff. Zu Beginn hatte aber Aarberg die grössten Chancen, da die Offsidefalle der Gäste öfters nicht klappte, bzw. ausgespielt wurde. Bereits in der 6. Minute erzielte Aarberg den vermeintlichen Führungstreffer. Doch beim letzten Pass lag eine Offsideposition vor und das Tor zählte nicht. Nur 2 Minuten später konnten Schleiffer und Wijler alleine auf das Tor ziehen. Doch Schleiffer zog nicht durch und spielte einen Querpass, der noch vom Verteidiger abgefangen werden konnte. In der 14. Minute verzeichnete Develier einen ersten gefährlichen Konter. Doch der Gästestürmer schoss über das Tor. In der 16. Minute dann eine spielentscheidende Szene. Bei einem Aarberger Angriff nahm ein jurassischer Verteidiger die Hand für die Abwehr zu Hilfe. Der Schiedsrichter sah das Handspiel nicht. Doch der Linienrichter hatte beste Sicht auf die Szene und zeigte den Penalty sofort an. Es brauchte aber einen Moment, bis sich der Schiedsrichter überzeugen liess und doch noch auf den Punkt zeigte. Velkov lief an und schoss zu wenig präzis in die Ecke, so dass der Torhüter den Schuss parieren konnte. In der 20. Minute wehrte der Torhüter sich erneut erfolgreich gegen einen Abschluss des Heimteams. Jan Heimberg hatte nach einem Eckball auf das Tor geköpft. An diesem Tag sollten die neu eingeübten Varianten jedoch keinen Erfolg bringen. In der 27. Minute kam gar der Aussenverteidiger Aebischer aus bester Position zum Abschluss. Doch sein Schuss landete genau beim Torhüter. Kurze Zeit später war dann Wijler an der Reihe, der den Schuss vorzog, obwohl zwei Mitspieler alleine vor dem Tor standen. Es wollte einfach nicht klappen. Zu viele falsche Entscheidungen wurden getroffen. Dazu passte es, dass kurz vor der Pause die ganze Aarberger Defensive mit einem einzigen Pass ausgespielt wurde und Lorenz Känel den Abschluss parieren musste. So ging es torlos in die Pause.

Nach der Pause war immer noch Aarberg die tonangebende Mannschaft. Bereits in der 53. Minute kam Blaser nach einem Pass von Wijler vor dem Tor zum Abschluss. Doch der Ball versprang und Blaser traf ihn nicht richtig. Nur kurz darauf trat Schleiffer zu einem Freistoss an, der gut platziert war, aber vom Torhüter abgewehrt werden konnte. 3 Minuten später war es erneut Schleiffer, der aus guter Position zum Abschluss kam, das Tor aber nicht erzielen konnte. In der 60. Minute ereignete sich dann die entscheidende Szene. Develier setzte wieder einmal zum Konter an, weil das Heimteam zu offen stand. Der schnelle Marti war aber zur Stelle und schien den gefährlichen Querpass abfangen zu können. Doch sein Klärungsversuch missriet völlig und wurde zum unfreiwilligen Torschuss, der den Weg ins Tor tatsächlich fand. Es passte zu diesem Spiel, dass Aarberg nach den unzähligen vergebenen Chancen das Tor für den Gegner auch noch selbst erzielte. Dies spielte dem Gast natürlich komplett in die Karten. Jetzt konnten sich die Jurassier noch stärker auf die Defensive konzentrieren. Bei Aarberg gab es nun einen Bruch im Spiel. Bei den Offensivaktionen passte nicht mehr viel zusammen und der Ball blieb meist in der vielbeinigen Abwehr hängen. Auch aus über 10 Eckbällen konnte kein Profit geschlagen werden. Die grösste Chance bot sich nach einer unübersichtlichen Situation in der 77. Minute. Wegen gefährlichen Spiels entschied der Schiedsrichter auf indirekten Freistoss 13 Meter vor dem Tor. Sämtliche Gästespieler postierten sich in der Mauer und der Schuss von Schleiffer blieb schliesslich in ebendieser hängen. Und so blieb es bis zum Schluss bei diesem 0:1 und Develier wurde dem Ruf als Angstgegner für den FC Aarberg erneut gerecht.

Telegramm

FC Aarberg - FC Develier 1 0:1 (0:0)
Aarolina Aarberg, 100 Zuschauer
SR Rodriguez, Gerbavci, Harnischberg

Tore
60. 0:1 (Eigentor)

FC Aarberg
Känel; L. Möri, Marti, Läderach, Aebischer; Köhli (76. Hemund), Wijler, J. Heimberg, Velkov; Blaser, Schleiffer

Bemerkungen
Aarberg ohne F. Möri, Walther, Jenni, Endtner (verletzt), S. Heimberg, Arm, Popovic (abwesend)
Kein Einsatz: Müller, Käser, Foulds, Hofer
Gelbe Karten: 16. FC Develier (reklamieren), 55. FC Develier (Foul), 69. Läderach (Foul)
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Datum: 14.12.2017