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FC Aarberg
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2. Liga

Die Serie ist zu Ende

Nach 203 Tagen ohne Sieg konnte die erste Mannschaft gestern gegen den FC Schönbühl mit 3:2 gewinnen und die schwarze Serie beenden. Während mehr als einer Stunde schien das Spiel eine klare Sache für die Seeländer zu sein. Doch eine Unachtsamkeit und ein katastrophaler Schiri-Entscheid brachten die Spannung ins Spiel zurück. Und so kam es in der Schlussphase doch noch zum erwarteten hart umkämpften Spiel.

Aebischer Marco

Der FC Aarberg musste in seiner Formation einige Umstellungen vornehmen. Nachdem man gegen den FC Courgenay noch aus dem Vollen schöpfen konnte, war man in diesem wichtigen Spiel sogar wieder auf Hilfe aus den Junioren angewiesen. Da Robert Velkov sich krank meldete, kam der B-Junior Marius Brauen zu seinem ersten Aufgebot der ersten Mannschaft. Auf der rechten Abwehrseite spielte Renato Hemund für den gesperrten Sandro Aebischer. Im Mittelfeldzentrum liefen Vincent Jenni und Joep Wijler auf. Und auf der rechten Seite kam Luca Hofer für den kranken Velkov ins Spiel. Trotz dieser Umstellungen, riss Aarberg das Spieldiktat sofort an sich. Mit viel Ballbesitz setzte man die abwartend agierenden Gastgeber unter Druck. Schönbühl versuchte jeweils mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Diese wurden aber von den Gästen antizipiert und schnell entschärft. Auf der anderen Seite versuchte der FC Aarberg den gegnerischen Spielaufbau früh zu stören. Dies führte nach einem Ballverlust des Heimteams zur ersten grossen Chance, wo Wijler die scharfe Hereingabe knapp verpasste. Beim anschliessenden Eckball kam nochmals Wijler mit dem Kopf an den Ball. Er traf diesen jedoch nicht wunschgemäss, so dass er über das Tor flog. Nur 3 Minuten später realisierten die Aarberger die Führung dann doch. Fabian Schleiffer wurde von Wijler angespielt und suchte sogleich den Abschluss. Er traf den holpernden Ball perfekt und liess dem gegnerischen Schlussmann keine Chance. Das Spielgeschehen änderte sich trotz dieses Treffers nicht. Schönbühl traute sich offenbar nicht die Offensive zu verstärken. Nur bei Standards wurde es vor dem Aarberger Tor gefährlich. Doch die Gäste hatten die ganze Woche an ihrer Schwäche gearbeitet und liessen in diesem Spiel kein Tor bei stehenden Bällen zu. Eine unschöne Szene ereignete sich in der ersten Halbzeit aber trotzdem. Simon Heimberg prallte mit seinem Gegenspieler zusammen und musste den Platz blutüberströmt für einige Minuten verlassen. Glücklicherweise konnte er trotzdem weiterspielen. In der 31. Minute erhöhten die Gäste auf 2:0. Ein schnell über die linke Seite vorgetragener Angriff endete bei Schleiffer, der erneut nicht lange fackelte und seinen zweiten Treffer markierte. Dieses Resultat blieb dann bis zur Pause bestehen.

In der zweiten Halbzeit agierten die Gastgeber dann mutiger und offensiver. Das Tempo des Spiels wurde nun höher. Trotzdem war es wieder der FCA, welcher das nächste Tor erzielen konnte. Simon Heimberg nutzte eine von Fabian Blaser perfekt getretene Freistossflanke zum 3:0 aus. Es war eine Situation, die in den Trainings ständig geübt worden war. Zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel bereits entschieden zu sein. Die langen Bälle des Heimteams brachten nun aber doch immer wieder Gefahr vor das Aarberger Tor. Gleichzeitig eröffneten sich den Gästen aber auch Konterchancen. Dabei verhinderte der Goalie des Heimteams die Entscheidung mehrmals mit guten Paraden. In der 70. Minute zeigte sich dann, weshalb der FCA in dieser Saison immer wieder unnötige Gegentore kassiert. Ein zu kurzer Einwurf in der Nähe der Mittellinie wurde von Schönbühl erobert und zu einem schnellen Angriff über die andere Seite genutzt. Dort standen die Gäste zu offen und mussten das 3:1 zulassen. Dieser Treffer machte dem Heimteam wieder Mut. Gleichzeitig machte sich bei Aarberg Nervosität breit. Diese wurde in der 83. Minute noch gesteigert, als Schönbühl das 3:2 erzielte. Doch dieser Treffer hätte niemals Anerkennung finden dürfen. Ein Schönbühler Stürmer blockte den Auskick von Lorenz Känel mit der Hand und schob den Ball ins leere Tor ein. Vom Schiedsrichter-Trio schien keiner etwas gesehen zu haben. So wurde es in der Schlussphase nochmals richtig heiss. Immer wieder schlug das Heimteam den Ball weit in den Aarberger Strafraum. Dort wehrten sich die Seeländer so gut es ging. Nicht gerade hilfreich war die Tatsache, dass der Abwehrchef Fabian Läderach in der 61. Minute verletzt ausgewechselt werden musste. Doch Michel Arm stellte seine Kopfballstärke ebenfalls unter Beweis und half mit, den knappen Sieg über die Zeit zu bringen. Und so durfte Aarberg endlich wieder einmal einen verdienten Vollerfolg feiern.

Telegramm

FC Schönbühl - FC Aarberg 2:3 (0:2)
Moos Schönbühl, 140 Zuschauer
SR Larguet, Chantir, Mvondo

Tore
17. 0:1 Schleiffer (Wijler)
31. 0:2 Schleiffer (Walther)
49. 0:3 S. Heimberg (Blaser)
70. 1:3
83. 2:3

FC Aarberg
Känel; Möri, S. Heimberg, Läderach (61. Arm), Hemund; Walther, Jenni, Wijler, Hofer (74. Schwab); Blaser (91. Käser), Schleiffer

Bemerkungen
Aarberg ohne Aebischer, Marti, J. Heimberg, Köhli, Ambord, Spasov, Velkov
Gelbe Karten: 27. FC Schönbühl (Foul), 29. Möri (Foul), 67. Hofer (Foul), 71. Hemund (Foul), 73. FC Schönbühl (Foul), 80. FC Schönbühl (Foul)
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Datum: 17.09.2019