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Junioren Ba

Sieg im ersten Spitzenkampf


Aebischer Sandro

Die Aarberger starteten furios in die Partie. Keine 5 Minuten waren gespielt, als Bolz im Strafraum von seinem Bewacher schlicht über den Haufen gerannt wurde. Die Pfeife des Unparteiischen blieb – wie bereits zigmal in dieser Saison – stumm. Nur einen Angriff später köpfte Jaussi den Ball aus fünf Metern an das Quergebälk. Im Nachschuss erhielt er sogleich eine zweite Chance, doch sein Abschluss aus der Drehung verfehlte das Gehäuse denkbar knapp. Auch Burri reüssierte leider nicht, nachdem Langenthal einen Stellungsfehler zu wenig absicherte und er dadurch alleine auf das Tor ziehen konnte. Aus der Aarberger Sturm-und-Drang-Phase brachte einzig Iseli in der 7. Minute etwas Zählbares auf die Anzeigetafel. Zunächst setzte sich Burri halblinks durch, ehe er den Ball scharf zur Mitte spielte. Ein Verteidiger des Heimteams klärte nur vor die Füsse von Iseli, der den Ball aus ca. 11 Metern in den Winkel zirkelte.

Nach dieser gut 15-minütigen Druckphase gewannen die Oberaargauer für den Rest der ersten Hälfte die Oberhand. Auf dem grossen Hauptplatz der Rankmatte zeigten sie sich sehr kombinationssicher und ebenso beweglich. Vor allem die zurückfallenden Bewegungen der Sturmspitzen bzw. des zentralen Mittelfelds wurden von den Seeländern viel zu passiv beantwortet. Ausserdem litt das eigene Kombinationsspiel an vielen kleinen Ungenauigkeiten, sodass die riskante Spielweise des Heimteams viel zu selten für vielversprechende Konter ausgenutzt werden konnte. Hostettler musste zwar nicht gerade im Minutentakt eingreifen, doch der Ausgleich in der 38. Minute war sicher verdient. Das Trainerteam reagierte noch vor der Pause und nahm einen Stürmer für einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler vom Feld. Mit dieser Umstellung wollte man in erster Linie mehr Kontrolle über den eigenen 6er-Raum erlangen.

Zur zweiten Hälfte stellte sich die gesamte Mannschaft deutlich besser auf die Spielweise der Oberaargauer ein. Beide Innenverteidiger rückten immer wieder sehr aggressiv aus der Kette heraus und liessen erst gar keine Ballkontrolle der gegnerischen Sturmspitzen mehr zu. Darüber hinaus bewachten die defensiveren Mittelfeldspieler Volkart/Iseli den eigenen 6er-Raum, was ein situativ unterstützendes Zurückdoppeln ermöglichte. Auch die „Hochgeschwindigkeitsoffensive“ des FC Aarberg fand wieder zu ihrem Spiel. Jaussi, Burri, Da Costa und Bolz hätten schon längst vor der 70. Minute die Führung erzielen müssen. In zwei Situationen rette ein Spieler der Gastgeber noch kurz vor der Torlinie. 20 Minuten vor Schluss landete das Leder endlich im Tor, nachdem Burri von Moser mustergültig in die Tiefe lanciert wurde. Nach einer Balleroberung auf Höhe der Mittellinie sprintete Bolz in der 80. Minute gleich selbst mit Ball am Fuss bis in den Strafraum. In diesem Fall liess er dem Schlussmann keine Chance. Bis auf einen Distanzschuss sowie einer strittigen Strafraumszene tauchte Langenthal in den zweiten 45 Minuten kaum mehr gefährlich vor Möri auf. Beim Stand von 1:2 hätte der Schiedsrichter womöglich auf Elfmeter für das Heimteam entscheiden können, doch auch in dieser Situation liess er weiterlaufen. Aufgrund dieser Szene heizte sich die Stimmung bei den gegnerischen Zuschauern bzw. Trainern immer mehr auf. Dabei verkannten sie aber ganz offensichtlich, dass der FC Aarberg über die gesamten 90 Minuten gesehen klar als verdienter Sieger vom Platz ging. In der vierten Nachspielminute erhielten die Seeländer noch ein völlig unnötiges Gegentor, weil sie den Ball schlicht nicht aus der Gefahrenzone befreien wollten.

Am Samstag steht bereits der nächste Spitzenkampf gegen Groupement Juniors Vallée (Courroux, Courrendlin, Vicques, Rebeuvelier, Courchapoix, Val Terbi) auf dem Programm. Die Jurassier fügten Langenthal erst vor kurzem ihre erste Niederlage zu.

Telegramm

FC Langenthal - FC Aarberg 2:3 (1:1)
Tore
07. 0:1 Iseli (Burri)
38. 1:1
70. 1:2 Burri (Bolz)
80. 1:3 Bolz
90. 2:3

FC Aarberg
Hostettler (46. Möri); Volkart, Brauen, N. Lauper, Schlup (85. Käch); Da Costa (72. Petric), Moser, Iseli, Bolz; Jaussi (65. Burri, 85. Kabashi), Burri (37. F. Lauper).

Bemerkungen
Aarberg ohne Barth, Wittwer, Jaccottet und Mohammedi.
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Datum: 12.12.2018